Alle Artikel mit dem Schlagwort: Menschen mit Demenz

Jetzt bewerben: Studienreise „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ nach Norwegen

Ab sofort können sich professionelle Akteure im Gesundheitswesen für die Teilnahme an der nächsten Studienreise bewerben: Die von Fachexperten geführte Reise führt vom 29.05. – 02.06.2017 zu ausgewählten Einrichtungen in Norwegen. Bewerbungschluss ist der 03.04.2017. Die Reise findet im Rahmen des Programms „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ statt, das die Robert Bosch Stiftung seit 2015 fördert. In dem Programm werden von Experten geleitete Studienreisen zu erfolgreichen modellhaften Einrichtungen im Ausland angeboten. „Der Erfolg der letztjährigen Studienreise nach Großbritannien hat uns sehr in unserem Engagement bestätigt“, erklärt Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Themenbereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung. „Die Studienreisen sind eine wirkungsvolle Ergänzung zu unserem Förderprogramm ‚Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus‘, mit dem wir seit 2012 12 Krankenhäuser bei der Umsetzung demenzsensibler Konzepte unterstützen. Sie ermöglichen den Blick in andere Gesundheitssysteme und andere Lösungsansätze und bieten damit inspirierende Beispiele guter Praxis zu demenzsensiblen Konzepten.“ Die Studienreise richtet sich an alle Personen im Gesundheitswesen, die an der Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung im Akutkrankenhaus beteiligt sind und die die Versorgung im Akutkrankenhaus …

Angehörige zu Partnern in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus machen

Autorin: Dr. Christiane Pinkert   Demenz ist eine Erkrankung, die wie alle chronischen Erkrankungen, nicht nur das Leben des Menschen, der davon betroffen ist, verändert. Auch die Familie und das soziale Netzwerk, zu denen der Menschen mit Demenz gehört, sind gleichsam mitbetroffen. Denn die bis zum Beginn der Erkrankung möglicherweise stabilen Familienstrukturen, in denen jedes Mitglied Sicherheit, das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Vorhersagbarkeit erleben sowie klare Aufgaben und Rollen einnehmen kann, können durch die Erkrankung aus dem Gleichgewicht geraten. Aufgaben müssen plötzlich anders verteilt und Rollen neu definiert werden. Da wird die Tochter, die sich als Kind einer fürsorglichen Mutter wahrnimmt, langsam zur Tochter, die ihre hilflose und abwehrende Mutter pflegt und „hütet“ (Fieselmann, 2009). Die Mehrheit der Menschen mit Demenz lebt in den eigenen vier Wänden Von den schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland mit Demenz leben, wohnt die Mehrheit zu Hause. Je nach Stadium der Erkrankung bzw. je nach Einschränkungen, die die Erkrankung zum Beispiel bei der täglichen Lebensgestaltung mit sich bringt, sind die Menschen auf die Unterstützung ihres sozialen Netzwerkes angewiesen. Diese …

Erste Studienreise nach Großbritannien gestartet

Insgesamt 20 professionelle Akteure aus der akutstationären Versorgung  von Menschen mit Demenz sind heute nach Großbritannien aufgebrochen. Sie alle nehmen am Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ teil, das von der Robert Bosch Stiftung gefördert wird. Im Rahmen der einwöchigen Reise werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Experten vor Ort austauschen und Einrichtungen besuchen, die in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus modellhaft sind. Die Reiseleitung hat Christian Müller-Hergl übernommen, ein ausgewiesener Experte in Fragen zur Versorgung von Menschen mit Demenz und langjähriger Kenner der Versorgungslandschaft in Großbritannien. Das Reiseprogramm ist prall gefüllt und umfasst vier Städte/Regionen und sechs Einrichtungen – darunter das Royal United Hospital in Bath und die Bradford Teaching Hospitals. Die erste Station ist London. Wir wünschen eine gute und erkenntnisreiche Reise und freuen uns auf die Ergebnisse der Reise!

Die Rolle der Architektur in der Aktivierung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus

Autorin: Kathrin Büter   Bei der Behandlung von Demenzen spielen nicht-medikamentöse Therapien eine wesentliche Rolle. Die Aktivierung von Menschen mit Demenz steht dabei im Mittelpunkt. Durch die kontinuierliche Förderung bewegungs- und beschäftigungstherapeutischer Aktivitäten sollen Fähigkeiten und Alltagskompetenzen möglichst lange erhalten und Betroffenen ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. In Akutkrankenhäusern sind besondere Strategien gefordert Insbesondere in Akutkrankenhäusern ist die Entwicklung von Strategien zur Aktivierung von Patienten mit Demenz erforderlich. Die Inaktivität dieser Patientengruppe während eines Krankenhausaufenthaltes kann schwerwiegende Folgen haben. So werden viele Patienten mit Demenz mit verminderten Fähigkeiten in den Aktivitäten des alltäglichen Lebens und des kognitiven Status aus dem Krankenhaus entlassen. Ein Übergang ins Pflegeheim wird dann oftmals unvermeidlich. Bedeutung der räumlichen Umgebung Forschungsergebnisse aus der stationären Altenpflege zeigen bereits, dass die räumliche Umgebung einen maßgeblichen Einfluss auf die Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz hat und zur Aktivität, Kommunikation und Interaktion anregen kann. Doch wie müssen Krankenhäuser gestaltet sein, um zu einer Mobilisierung und Aktivierung von Patienten mit Demenz beizutragen? Diese Fragestellung wird derzeit von einer Forschergruppe des Lehrstuhls für Sozial- und …