Alle Artikel mit dem Schlagwort: Demenz

SAVE THE DATE: Studienreise „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ nach Norwegen startet im Mai 2017

Die zweite internationale Studienreise zur akutstationären Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus findet vom  29.05. bis 02.06.2017 statt – und führt nach Norwegen. Die Ausschreibung erfolgt in Kürze – reservieren Sie sich den Reisezeitraum schon jetzt! Bewerben können sich alle Personen im Gesundheitswesen, die die Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus verbessern wollen. Dazu gehören beispielsweise Pflegende, Ärzte, Angehörige therapeutischer Berufe, Sozialarbeiter oder Entscheider auf politischer Ebene. Die Robert Bosch Stiftung bezuschusst die Teilnahme mit 70 % der anfallenden Kosten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Krankenhäusern, die bereits an dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ teilnehmen, ist die Teilnahme kostenfrei. Weitere Informationen zum Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ finden Sie hier. Informationen zur Ausschreibung der Studienreise nach Norwegen erhalten Sie hier.  

Drei Fragen an Andreas Niepel

Andreas Niepel, 53 Jahre, Teamleiter Garten/Gartentherapie, Helios Kliniken Hattingen In welchen Land waren Sie und was haben Sie sich dort angesehen? Ich war seinerzeit, mit Unterstützung des durch die Robert Bosch Stiftung geförderten Programms „Internationales Studien- und Fortbildungsprogramm Demenz„, in den USA. Da mein Interesse der Gartentherapie und den naturgestützten Interventionen im Bereich der an Alzheimer erkrankten Menschen galt, konnte ich mehrere Einrichtungen im Großraum New York besichtigen, dort hospitieren und ganz unterschiedliche Angebote kennenlernen. Dieses betraf sowohl zwei ganz unterschiedliche Alterszentren, als auch eine große Rehaklinik, die entsprechende Angebote vorhielt. Was hat Ihnen der Aufenthalt in beruflicher Hinsicht gebracht? Das, was ich dort beobachten und aktiv erleben konnte, hatte Auswirkungen in mehreren Bereichen. Einige Methoden konnte ich tatsächlich nahezu eins zu eins übernehmen. Beispielsweise die Idee mittels mobiler Wagen Pflanzen und Objekte auf die Wohnbereiche zu bringen und so einen Naturzugang im Inneren des Wohnbereichs herzustellen. Durch meine Lehrtätigkeiten ist diese Methode im Übrigen mittlerweile über meine eigene Berufspraxis hinaus etwas ganz Übliches in der Gartentherapie geworden. Hier gibt es noch viele weitere kleinere Details. Gebracht hat mir die …

Drei Fragen an Dr. Claudia Zemlin

Dr. Claudia Zemlin, 58 Jahre, Leiterin des Fachbereichs demenzielle Erkrankungen, Vitanas GmbH & Co. KGaA, Berlin In welchem Land waren Sie und was haben Sie sich dort angesehen? Mein Zielort war Bradford, eine Großstadt in Großbritannien. Bradford liegt in der Grafschaft West Yorkshire. Dort interessierte mich ein Angebot der University of Bradford. In Bradford gab es die Möglichkeit, sein Wissen über Demenz in einem Studiengang (Dementia Studies) zu vertiefen. Besonders interessierte mich die Zugangsmöglichkeit zu Menschen mit Demenz über das Evaluationsverfahren Dementia Care Mapping (DCM). Bei meinem ersten Besuch in Bradford besuchte ich nochmals einen DCM-Grundkurs, um zu sehen, wie sich dieser Kurs vielleicht von denen, die in Deutschland angeboten werden, unterscheidet. Außerdem besuchte ich verschiedene Dozenten an der Universität, um eine inhaltliche Ausrichtung für ein postgraduales Studium zu finden. Letztendlich habe ich mich für die Aufnahme eines Fernstudiums entschieden, das im Programm „Internationales Studien- und Fortbildungsprogramm Demenz“ von der Robert Bosch Stiftung gefördert wurde. Die Kontakte während des Studiums liefen über E-Mails und Telefonate. Erst bei der Übergabe des Diploms im Jahr 2011 fuhr ich nochmals nach Bradford. Dort hatte …

Noch Restplätze für Symposium am 28.10.2016 in Berlin

Die Anmeldefrist für das Symposium „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ am 28.10.2016 wurde verlängert. Anmeldungen für Restplätze sind noch bis zum 19.10.2016 möglich. Die Veranstaltung in Berlin richtet sich an alle Akteure im Gewundheitswesen, die die Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus in Deutschland verbessern möchten – und die sich für die Teilnahme am Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ interessieren. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Veranstaltungen

Angehörige zu Partnern in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus machen

Autorin: Dr. Christiane Pinkert   Demenz ist eine Erkrankung, die wie alle chronischen Erkrankungen, nicht nur das Leben des Menschen, der davon betroffen ist, verändert. Auch die Familie und das soziale Netzwerk, zu denen der Menschen mit Demenz gehört, sind gleichsam mitbetroffen. Denn die bis zum Beginn der Erkrankung möglicherweise stabilen Familienstrukturen, in denen jedes Mitglied Sicherheit, das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Vorhersagbarkeit erleben sowie klare Aufgaben und Rollen einnehmen kann, können durch die Erkrankung aus dem Gleichgewicht geraten. Aufgaben müssen plötzlich anders verteilt und Rollen neu definiert werden. Da wird die Tochter, die sich als Kind einer fürsorglichen Mutter wahrnimmt, langsam zur Tochter, die ihre hilflose und abwehrende Mutter pflegt und „hütet“ (Fieselmann, 2009). Die Mehrheit der Menschen mit Demenz lebt in den eigenen vier Wänden Von den schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland mit Demenz leben, wohnt die Mehrheit zu Hause. Je nach Stadium der Erkrankung bzw. je nach Einschränkungen, die die Erkrankung zum Beispiel bei der täglichen Lebensgestaltung mit sich bringt, sind die Menschen auf die Unterstützung ihres sozialen Netzwerkes angewiesen. Diese …

Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus: Erfolgreicher Abschluss der ersten Studienreise nach Großbritannien

20 Vertreterinnen und Vertreter deutscher Akutkrankenhäuser hatten im April die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Studienreise nach Großbritannien mit Experten vor Ort auszutauschen und Einrichtungen zu besuchen, die in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus modellhaft sind. Die Reise fand im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekts „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ statt. Prof. Elke Donath, Leiterin des Instituts, zeigte sich ausgesprochen zufrieden: „Wir freuen uns über den Erfolg der Reise. Er macht einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, eigenes berufliches Handeln  mit anderen Standards in der Gesundheitsversorgung – beispielsweise im Ausland – abzugleichen. So können diese kritisch hinterfragt werden und Impulsgeber für eigene Ideen und Entwicklungen sein.“ Besuch von vier Akutkrankenhäusern in Großbritannien Die Teilnehmenden der Studienreise besuchten vier Akutkrankenhäuser, die sich durch eine Architektur und Versorgung auszeichnen, die Alltagsgestaltung von betroffenen Menschen mit Demenz unterstützt. In den Einrichtungen erwartete die Reisegruppe ein interessantes Programm, das aus einer Mischung aus Vorträgen, Besichtigungen einzelner oder mehrerer Stationen sowie Fachdiskussionen mit den Mitarbeitenden der englischen Einrichtungen bestand. …

Die Rolle der Architektur in der Aktivierung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus

Autorin: Kathrin Büter   Bei der Behandlung von Demenzen spielen nicht-medikamentöse Therapien eine wesentliche Rolle. Die Aktivierung von Menschen mit Demenz steht dabei im Mittelpunkt. Durch die kontinuierliche Förderung bewegungs- und beschäftigungstherapeutischer Aktivitäten sollen Fähigkeiten und Alltagskompetenzen möglichst lange erhalten und Betroffenen ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. In Akutkrankenhäusern sind besondere Strategien gefordert Insbesondere in Akutkrankenhäusern ist die Entwicklung von Strategien zur Aktivierung von Patienten mit Demenz erforderlich. Die Inaktivität dieser Patientengruppe während eines Krankenhausaufenthaltes kann schwerwiegende Folgen haben. So werden viele Patienten mit Demenz mit verminderten Fähigkeiten in den Aktivitäten des alltäglichen Lebens und des kognitiven Status aus dem Krankenhaus entlassen. Ein Übergang ins Pflegeheim wird dann oftmals unvermeidlich. Bedeutung der räumlichen Umgebung Forschungsergebnisse aus der stationären Altenpflege zeigen bereits, dass die räumliche Umgebung einen maßgeblichen Einfluss auf die Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz hat und zur Aktivität, Kommunikation und Interaktion anregen kann. Doch wie müssen Krankenhäuser gestaltet sein, um zu einer Mobilisierung und Aktivierung von Patienten mit Demenz beizutragen? Diese Fragestellung wird derzeit von einer Forschergruppe des Lehrstuhls für Sozial- und …

Expertenblog „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ gestartet

Erste Studienreise Im April dieses Jahres startet die erste, von der Robert Bosch Stiftung geförderte Studienreise im Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“. Die von dem Experten Christian Müller-Hergl geleitete Reise wird die Teilnehmenden in Einrichtungen mit Vorbildcharakter in der Versorgung von Menschen mit Demenz in Großbritannien führen. Dort haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, vor Ort ihr vorhandenes Wissen zu erweitern und neue Impulse zur Versorgung der Betroffenen zu gewinnen. Expertenblog Ergänzend zu den Studienreisen soll auch interessierten Nicht-Teilnehmenden sowie zukünftigen Teilnehmenden der Zugang zu Wissen in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus ermöglicht werden. Wir freuen uns daher, dass wir namhafte Autoren gewinnen konnten, die ab jetzt monatlich Blogbeiträge zum Themenschwerpunkt  verfassen. Im ersten Blogbeitrag berichtet Frau Dr. Beate Radzey vom Demenz Support Stuttgart von einem 2012 in Baden-Württemberg abgeschlossenen Forschungsprojekt. Im Projekt wurde der aktuelle Stand der fachlichen Umsetzung von Versorgungskonzepten und -angeboten im stationären Bereich erfasst. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen Ihre Prof. Dr. Elke Donath

Erste Studienreise nach Großbritannien: Bewerben Sie sich jetzt!

Erste Studienreise nach Großbritannien: Bewerben Sie sich jetzt! Reisen Sie mit Experten nach Großbritannien und lernen Sie innovative Modelle zur Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus aus erster Hand kennen! Ab sofort können sich professionelle Akteure im Gesundheitswesen für die Teilnahme an der ersten Studienreise im neuen Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ bewerben. Die von Fachexperten geleitete Reise führt vom 4. – 8. April 2016 in ausgewählte Einrichtungen in Großbritannien. Die Studienreise richtet sich an alle Personen im Gesundheitswesen, die die Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus verbessern wollen und/oder schon jetzt einen Beitrag dazu leisten, z. B. Pflegende, Ärzte, Sozialarbeiter, Entscheider auf politischer Ebene etc. Die Robert Bosch Stiftung bezuschusst die Teilnahme mit 70 % der anfallenden Kosten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Krankenhäusern, die bereits an dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ teilnehmen, ist die Teilnahme kostenfrei. Weitere Infos: Programminformationen. „Im Zentrum jeder Studienreise steht, neben den Projektbesuchen, vor allem der fachliche Austausch – und zwar in dreifacher Hinsicht: die …

Kurzbericht: Das „Aging Brain Care Medical Home“ Programm

Autoren: Dr. med. Tilly Eichler, Dr. med. Adina Dreier, PD Dr. med. Horst Christian Vollmar   Das „Aging Brain Care Medical Home“ Programm: Best Practice – Modell für die Implementierung eines Dementia Care Management – Programms in die deutsche Regelversorgung. Dementia Care Management Dementia Care Management ist ein innovatives Konzept zur Verbesserung der häuslichen Versorgungssituation von Menschen mit Demenz (MmD) und ihren (pflegenden) Angehörigen durch eine möglichst frühzeitige optimale Integration der Betroffenen in das bestehende Gesundheits- und Sozialsystem. Dies wird durch den Einsatz von speziell qualifizierten Pflegefachpersonen, den Dementia Care Managern (DCM), erreicht. Dabei geht es nicht allein um eine Verbesserung der demenzspezifischen Versorgung, sondern um eine umfassende hausarztzentrierte, multimodale und interprofessionelle Behandlung und Betreuung der häufig von Multimorbidität betroffenen Patienten. Mit Hilfe des Dementia Care Managements soll ein möglichst langer Verbleib der Patienten im häuslichen Umfeld bei optimaler Betreuung und hoher Lebensqualität sowohl für die Patienten als auch deren Angehörigen erreicht werden. Gleichzeitig sollen Belastungen für die (pflegenden) Angehörigen, Hausärzte und weitere Fachkräfte minimiert werden. Dieses Konzept wird in Deutschland seit Januar 2012 in …