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Drei Fragen an Horst Krumbach

Drei Fragen an Horst Krumbach - www.g-plus.orgHorst Krumbach, 52 Jahre, Vorstand der Generationsbrücke Deutschland und des Trägers, der Katholischen Stiftung Marienheim Aachen-Brand

In welchem Land waren Sie und was haben Sie sich dort angesehen?

Im November 2007 war ich für sechs Wochen mit Hilfe des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programms „Internationales Hospitationsprogramm Pflege und Gesundheit“ in Denver/Colorado in den USA als Gast bei der Nonprofit-Organisation „Bessie’s Hope“ (seinerzeit „Rainbow Bridge“). In dieser Zeit hatte ich nicht nur Gelegenheit, deren intergeneratives Begegnungskonzept sehr intensiv kennenzulernen, sondern auch die praktische Umsetzung in 16 verschiedenen Altenpflegeheimen zu erleben und mich daran aktiv zu beteiligen.

Als langjähriger Pflegeheimleiter bot sich mir darüber hinaus im selben Zuge ein guter Einblick in die Versorgungsstruktur pflegebedürftiger alter Menschen in den USA sowie viele gute Begegnungen mit amerikanischen Leitern und Betreibern von Altenpflegeeinrichtungen.

Was hat Ihnen der Aufenthalt in beruflicher Hinsicht gebracht?

Auf Basis der während der Hospitation gewonnenen Erkenntnisse habe ich 2009 zunächst in unserem eigenen Pflegeheim die „Generationsbrücke Aachen“ gegründet. 2012 ist daraus die „Generationsbrücke Deutschland“ entstanden. Wir sind heute bundesweit das erste generationenverbindende Sozialunternehmen und haben mittlerweile mit über 100 Kooperationspartnern nahezu 4.000 alte pflegebedürftige und junge Menschen für gemeinsame beiderseits bereichernde Aktivitäten zusammengebracht. Für unsere Arbeit wurden wir u. a. als „Startsocial-Bundessieger“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie mit dem „Deutschen Engagementpreis“ von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ausgezeichnet. Mittlerweile haben wir erste Kooperationspartner in Polen und China. Weitere Kooperationen in Spanien und der Schweiz sind in Vorbereitung.

Was hat Ihnen der Aufenthalt in privater Hinsicht gebracht?

Die durch die Hospitation möglich gewordene Gründung der Generationsbrücke Deutschland hat auch mein persönliches Leben auf wunderbare Weise verändert und bereichert. Nie zuvor in meinen mittlerweile über 30 Berufsjahren habe ich so eine tiefe Befriedigung durch meine berufliche Aufgabe erfahren, die mittlerweile fast zu einer Mission für mich geworden ist. Damit einhergehend ergaben sich für mich ganz außergewöhnliche Möglichkeiten, von denen ich früher nie zu träumen gewagt hätte, wie beispielsweise eine Rede über die Generationsbrücke vor den Vereinten Nationen in New York oder auch beim Bürgerfest von Bundespräsident Gauck im Berliner Schloss Bellevue.

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