Alle Artikel in: Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus

Angehörige zu Partnern in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus machen

Autorin: Dr. Christiane Pinkert   Demenz ist eine Erkrankung, die wie alle chronischen Erkrankungen, nicht nur das Leben des Menschen, der davon betroffen ist, verändert. Auch die Familie und das soziale Netzwerk, zu denen der Menschen mit Demenz gehört, sind gleichsam mitbetroffen. Denn die bis zum Beginn der Erkrankung möglicherweise stabilen Familienstrukturen, in denen jedes Mitglied Sicherheit, das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Vorhersagbarkeit erleben sowie klare Aufgaben und Rollen einnehmen kann, können durch die Erkrankung aus dem Gleichgewicht geraten. Aufgaben müssen plötzlich anders verteilt und Rollen neu definiert werden. Da wird die Tochter, die sich als Kind einer fürsorglichen Mutter wahrnimmt, langsam zur Tochter, die ihre hilflose und abwehrende Mutter pflegt und „hütet“ (Fieselmann, 2009). Die Mehrheit der Menschen mit Demenz lebt in den eigenen vier Wänden Von den schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland mit Demenz leben, wohnt die Mehrheit zu Hause. Je nach Stadium der Erkrankung bzw. je nach Einschränkungen, die die Erkrankung zum Beispiel bei der täglichen Lebensgestaltung mit sich bringt, sind die Menschen auf die Unterstützung ihres sozialen Netzwerkes angewiesen. Diese …

Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus: Erfolgreicher Abschluss der ersten Studienreise nach Großbritannien

20 Vertreterinnen und Vertreter deutscher Akutkrankenhäuser hatten im April die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Studienreise nach Großbritannien mit Experten vor Ort auszutauschen und Einrichtungen zu besuchen, die in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus modellhaft sind. Die Reise fand im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekts „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ statt. Prof. Elke Donath, Leiterin des Instituts, zeigte sich ausgesprochen zufrieden: „Wir freuen uns über den Erfolg der Reise. Er macht einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, eigenes berufliches Handeln  mit anderen Standards in der Gesundheitsversorgung – beispielsweise im Ausland – abzugleichen. So können diese kritisch hinterfragt werden und Impulsgeber für eigene Ideen und Entwicklungen sein.“ Besuch von vier Akutkrankenhäusern in Großbritannien Die Teilnehmenden der Studienreise besuchten vier Akutkrankenhäuser, die sich durch eine Architektur und Versorgung auszeichnen, die Alltagsgestaltung von betroffenen Menschen mit Demenz unterstützt. In den Einrichtungen erwartete die Reisegruppe ein interessantes Programm, das aus einer Mischung aus Vorträgen, Besichtigungen einzelner oder mehrerer Stationen sowie Fachdiskussionen mit den Mitarbeitenden der englischen Einrichtungen bestand. …

Erste Studienreise nach Großbritannien gestartet

Insgesamt 20 professionelle Akteure aus der akutstationären Versorgung  von Menschen mit Demenz sind heute nach Großbritannien aufgebrochen. Sie alle nehmen am Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ teil, das von der Robert Bosch Stiftung gefördert wird. Im Rahmen der einwöchigen Reise werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Experten vor Ort austauschen und Einrichtungen besuchen, die in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus modellhaft sind. Die Reiseleitung hat Christian Müller-Hergl übernommen, ein ausgewiesener Experte in Fragen zur Versorgung von Menschen mit Demenz und langjähriger Kenner der Versorgungslandschaft in Großbritannien. Das Reiseprogramm ist prall gefüllt und umfasst vier Städte/Regionen und sechs Einrichtungen – darunter das Royal United Hospital in Bath und die Bradford Teaching Hospitals. Die erste Station ist London. Wir wünschen eine gute und erkenntnisreiche Reise und freuen uns auf die Ergebnisse der Reise!

Die Rolle der Architektur in der Aktivierung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus

Autorin: Kathrin Büter   Bei der Behandlung von Demenzen spielen nicht-medikamentöse Therapien eine wesentliche Rolle. Die Aktivierung von Menschen mit Demenz steht dabei im Mittelpunkt. Durch die kontinuierliche Förderung bewegungs- und beschäftigungstherapeutischer Aktivitäten sollen Fähigkeiten und Alltagskompetenzen möglichst lange erhalten und Betroffenen ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. In Akutkrankenhäusern sind besondere Strategien gefordert Insbesondere in Akutkrankenhäusern ist die Entwicklung von Strategien zur Aktivierung von Patienten mit Demenz erforderlich. Die Inaktivität dieser Patientengruppe während eines Krankenhausaufenthaltes kann schwerwiegende Folgen haben. So werden viele Patienten mit Demenz mit verminderten Fähigkeiten in den Aktivitäten des alltäglichen Lebens und des kognitiven Status aus dem Krankenhaus entlassen. Ein Übergang ins Pflegeheim wird dann oftmals unvermeidlich. Bedeutung der räumlichen Umgebung Forschungsergebnisse aus der stationären Altenpflege zeigen bereits, dass die räumliche Umgebung einen maßgeblichen Einfluss auf die Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz hat und zur Aktivität, Kommunikation und Interaktion anregen kann. Doch wie müssen Krankenhäuser gestaltet sein, um zu einer Mobilisierung und Aktivierung von Patienten mit Demenz beizutragen? Diese Fragestellung wird derzeit von einer Forschergruppe des Lehrstuhls für Sozial- und …

Einfach mal wissen, was läuft – Eine Bestandsaufnahme zur Versorgungspraxis für Menschen mit Demenz in Krankenhäusern der Allgemeinversorgung

Autoren: Dr. Beate Radzey und Dr. Martin Seiler   Als Zentrum für Informationstransfer hat sich Demenz Support Stuttgart gGmbH seit ihrer Gründung im Jahr 2002 zum Ziel gesetzt, Wissen zur Verfügung zu stellen, um die Versorgungspraxis von Menschen mit Demenz zu verbessern. Umgesetzt wird diese Aufgabe durch vielfältige Tätigkeiten wie etwa die Auswertung des aktuellen internationalen Wissens- und Forschungsstands zu Fragen der Demenz, eine zielgruppenspezifische Aufbereitung vorliegender Erkenntnisse und Ergebnisse sowie das Engagement im Rahmen von Projekten im Bereich der Praxisforschung, Evaluation und Prozessbegleitung, mit deren Hilfe sich wertvolles Wissen generieren lässt. Ein Großteil der durchgeführten Projekte fand dabei im Bereich der stationären Altenhilfe statt. In einem 2012 abgeschlossenen Projekt wurde erstmals auch die Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus in die Untersuchung mit eingeschlossen. Die wichtigsten Ergebnisse werden im Folgenden vorgestellt. Projektziele Im Rahmen des vom Sozialministerium Baden-Württemberg geförderten Projekts, das in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg durchgeführt wurde, sollte durch eine schriftliche Befragung der aktuelle Stand der fachlichen Umsetzung von Versorgungskonzepten und -angeboten im stationären Bereich (Pflegeheime, aber auch Akutkrankenhäuser) in …

Expertenblog „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ gestartet

Erste Studienreise Im April dieses Jahres startet die erste, von der Robert Bosch Stiftung geförderte Studienreise im Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“. Die von dem Experten Christian Müller-Hergl geleitete Reise wird die Teilnehmenden in Einrichtungen mit Vorbildcharakter in der Versorgung von Menschen mit Demenz in Großbritannien führen. Dort haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, vor Ort ihr vorhandenes Wissen zu erweitern und neue Impulse zur Versorgung der Betroffenen zu gewinnen. Expertenblog Ergänzend zu den Studienreisen soll auch interessierten Nicht-Teilnehmenden sowie zukünftigen Teilnehmenden der Zugang zu Wissen in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus ermöglicht werden. Wir freuen uns daher, dass wir namhafte Autoren gewinnen konnten, die ab jetzt monatlich Blogbeiträge zum Themenschwerpunkt  verfassen. Im ersten Blogbeitrag berichtet Frau Dr. Beate Radzey vom Demenz Support Stuttgart von einem 2012 in Baden-Württemberg abgeschlossenen Forschungsprojekt. Im Projekt wurde der aktuelle Stand der fachlichen Umsetzung von Versorgungskonzepten und -angeboten im stationären Bereich erfasst. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen Ihre Prof. Dr. Elke Donath

Erste Studienreise nach Großbritannien: Bewerben Sie sich jetzt!

Erste Studienreise nach Großbritannien: Bewerben Sie sich jetzt! Reisen Sie mit Experten nach Großbritannien und lernen Sie innovative Modelle zur Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus aus erster Hand kennen! Ab sofort können sich professionelle Akteure im Gesundheitswesen für die Teilnahme an der ersten Studienreise im neuen Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ bewerben. Die von Fachexperten geleitete Reise führt vom 4. – 8. April 2016 in ausgewählte Einrichtungen in Großbritannien. Die Studienreise richtet sich an alle Personen im Gesundheitswesen, die die Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus verbessern wollen und/oder schon jetzt einen Beitrag dazu leisten, z. B. Pflegende, Ärzte, Sozialarbeiter, Entscheider auf politischer Ebene etc. Die Robert Bosch Stiftung bezuschusst die Teilnahme mit 70 % der anfallenden Kosten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Krankenhäusern, die bereits an dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ teilnehmen, ist die Teilnahme kostenfrei. Weitere Infos: Programminformationen. „Im Zentrum jeder Studienreise steht, neben den Projektbesuchen, vor allem der fachliche Austausch – und zwar in dreifacher Hinsicht: die …