Alle Artikel in: Aktuelles

Drei Fragen an Nils Boettcher

Nils Boettcher, 41 Jahre, Coach, Supervisor und Trainer im Bereich Unternehmensgesundheit, Boettcher & Martin In welchem Land waren Sie und was haben Sie dort angesehen? Ich war mit Unterstützung des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programms „Internationales Hospitationsprogramm Pflege und Gesundheit“  in Australien. In Sydney und Melbourne habe ich mir ambulante Physiotherapiepraxen angeschaut und viele interessante Gespräche mit Berufskollegen aus der Physiotherapie geführt. Mein Fokus war dabei der Umgang mit Menschen mit chronischen Beschwerden besonders im muskuloskelettalen Bereich. Ich wollte Coachingansätze, Methoden und Techniken kennenlernen, die einen Einfluss auf das Gesundheitsverhalten haben und das meist so schwierige Umsetzen von Änderungen in den Alltag nachhaltig verbessern. Also kurz in Fachdeutsch: die Steigerung der Motivation und der Adhärenz. Was hat Ihnen der Aufenthalt in beruflicher Hinsicht gebracht? Ich konnte meinen bisherigen Therapieansatz bei meinen Patienten erweitern. Die Erfahrungen aus meinem Aufenthalt flossen in meine akademische Lehraufträge und meine Seminare zur Verhaltensänderung und Steigerung der Adhärenz ein. Einige Jahre später bildeten diese Erkenntnisse auch die Basis für meine Angebote zur Unternehmensgesundheit, denn Betriebliches Gesundheitsmanagement funktioniert ohne Verhaltensänderung nicht. Was …

Jetzt bewerben: Studienreise „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ nach Norwegen

Ab sofort können sich professionelle Akteure im Gesundheitswesen für die Teilnahme an der nächsten Studienreise bewerben: Die von Fachexperten geführte Reise führt vom 29.05. – 02.06.2017 zu ausgewählten Einrichtungen in Norwegen. Bewerbungschluss ist der 03.04.2017. Die Reise findet im Rahmen des Programms „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ statt, das die Robert Bosch Stiftung seit 2015 fördert. In dem Programm werden von Experten geleitete Studienreisen zu erfolgreichen modellhaften Einrichtungen im Ausland angeboten. „Der Erfolg der letztjährigen Studienreise nach Großbritannien hat uns sehr in unserem Engagement bestätigt“, erklärt Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Themenbereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung. „Die Studienreisen sind eine wirkungsvolle Ergänzung zu unserem Förderprogramm ‚Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus‘, mit dem wir seit 2012 12 Krankenhäuser bei der Umsetzung demenzsensibler Konzepte unterstützen. Sie ermöglichen den Blick in andere Gesundheitssysteme und andere Lösungsansätze und bieten damit inspirierende Beispiele guter Praxis zu demenzsensiblen Konzepten.“ Die Studienreise richtet sich an alle Personen im Gesundheitswesen, die an der Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung im Akutkrankenhaus beteiligt sind und die die Versorgung im Akutkrankenhaus …

Kurzbericht: Pflegerisch-technische Assistenzsysteme im akutklinischen Setting zur Förderung der Aktivitäten des täglichen Lebens von Schlaganfallpatienten. Erfahrungen aus der Schweiz.

Autor: Alexander Hochmuth   Bei chronisch verlaufenden neurologischen Erkrankungen entstehen für den Patienten langfristige Einschränkungen der Aktivitäten des täglichen Lebens. Darüber hinaus geht die Versorgung dieser Patientengruppe einher mit starken körperlichen und psychischen Belastungen der zu pflegenden Personen. Über den Einsatz von technischen Assistenzsystemen im Kontext der akutklinischen/pflegerischen Versorgung dieser Patientengruppe gibt es wenige Erkenntnisse. Dies gilt auch für die Auswirkungen und den Nutzen von Technik im Kontext der professionellen Pflegearbeit sowie die Erfassung der Nutzerperspektive. Technische Assistenzsysteme Assistenzsysteme umfassen den Einsatz von Monitoring- und Servicerobotern, Rehabilitationsrobotern, Mobilisationshilfen, Sensorsystemen, Selftracking Apps und IT-Systemen zur Erleichterung komplexer Situationen. Im Übergang von der akuten Phase eines Schlaganfalls (oder anderer neurologischen Erkrankungen) bis zur Rehabilitationsphase zielen Maßnahmen des multiprofessionelle Teams – Pflege, Medizin, Physio- und Ergotherapie – darauf ab, die Selbstständigkeit von Schlaganfallpatienten zu erhalten bzw. zu fördern. Hospitation in der Schweiz Im November 2016 hatte ich insgesamt eine Woche die Gelegenheit, an unterschiedlichen Einrichtungen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zu hospitieren, gefördert von der Robert Bosch Stiftung im Programm „Care for Chronic Condition“. Am Department …

SAVE THE DATE: Studienreise „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ nach Norwegen startet im Mai 2017

Die zweite internationale Studienreise zur akutstationären Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus findet vom  29.05. bis 02.06.2017 statt – und führt nach Norwegen. Die Ausschreibung erfolgt in Kürze – reservieren Sie sich den Reisezeitraum schon jetzt! Bewerben können sich alle Personen im Gesundheitswesen, die die Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus verbessern wollen. Dazu gehören beispielsweise Pflegende, Ärzte, Angehörige therapeutischer Berufe, Sozialarbeiter oder Entscheider auf politischer Ebene. Die Robert Bosch Stiftung bezuschusst die Teilnahme mit 70 % der anfallenden Kosten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Krankenhäusern, die bereits an dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ teilnehmen, ist die Teilnahme kostenfrei. Weitere Informationen zum Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ finden Sie hier. Informationen zur Ausschreibung der Studienreise nach Norwegen erhalten Sie hier.  

SAVE THE DATE: Symposium „OP Team meets PORT“ – Interprofessionelle Kooperation in der ambulanten Versorgung am 10. März 2017 in Berlin

Sind Sie ein Pionier, der für Deutschland innovative, umfassende und exzellente Gesundheitsversorgung in einer Region umsetzen will? Interessieren Sie sich für die Verbesserung interprofessioneller Kooperationen im ambulanten Bereich? Welche Fachkräfte und Kompetenzen sind dazu notwendig? Möchten Sie mehr über herausragende internationale Beispiele für regionale Gesundheitsversorgung in der Primär- und Langzeitversorgung erfahren? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des Symposiums „OP Team meets PORT“ – Interprofessionelle Kooperation in der ambulanten Versorgung am 10. März 2017 in Berlin – einer mit nationalen und internationalen Experten besetzten Veranstaltung der Robert Bosch Stiftung im Rahmen ihrer beiden Förderprogramme „Operation Team – Interprofessionelle Fortbildungen“ und „PORT – Patientenorientierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung“. Für das Programm ist auch die Vorstellung einer Hospitation in Australien vorgesehen, die im Programm Care for Chronic Condition durchgeführt wurde und bei dem sich ein interprofessionelles 5-köpfiges Team dem Thema „Versorgung von Patienten mit ALS von der Aufnahme bis zur Versorgung im häuslichen Bereich“ angenommen hat. Informationen zum Programm und zur Anmeldung erhalten Sie bei der Robert Bosch Stiftung.

Drei Fragen an Stefan Dörle

Stefan Dörle, 43 Jahre, Inklusionsbeauftragter für die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben,  Bezirk Schwaben In welchem Land waren Sie und was haben Sie dort angesehen? Meine „Tour de Suisse“ führte mich 2014 mit Hilfe des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programms „Internationales Hospitationsprogramm Pflege und Gesundheit“ durch verschiedene Phasen der neurologischen Rehabilitation für Menschen mit erworbener Hirnschädigung im Zielland Schweiz. Um einen Vergleich mit der in Deutschland etablierten Phaseneinteilung herstellen zu können, haben sich konkrete Etappen angeboten: von der Klinik Valens über ambulante Versorgungsmodelle und Case Management (Fragile Suisse, Zürich) bis hin zu differenzierten Betreuungsformen in Einrichtungen wie dem Wohnzentrum Frankental und dem Wohnhuus Meilihof in Ebertswil. Mein besonderes Interesse galt der Frage nach Schnittstellenproblematiken und der konkreten Ausgestaltung der Rehabilitationsphasen E und F. Was hat Ihnen der Aufenthalt in beruflicher Hinsicht gebracht? Von größter Bedeutung im Nachgang der Hospitation war die Chance, beim damaligen Arbeitgeber eine Projektgruppe zu installieren. Vier dezentrale Einrichtungen nutzen dort Synergieeffekte wie Spezialisierung der Standorte, Personalentwicklung und Kooperationen im Leistungsspektrum der Versorgung von Menschen mit erworbener Hirnschädigung (MEH). Über die interne …

Drei Fragen an Andreas Niepel

Andreas Niepel, 53 Jahre, Teamleiter Garten/Gartentherapie, Helios Kliniken Hattingen In welchen Land waren Sie und was haben Sie sich dort angesehen? Ich war seinerzeit, mit Unterstützung des durch die Robert Bosch Stiftung geförderten Programms „Internationales Studien- und Fortbildungsprogramm Demenz„, in den USA. Da mein Interesse der Gartentherapie und den naturgestützten Interventionen im Bereich der an Alzheimer erkrankten Menschen galt, konnte ich mehrere Einrichtungen im Großraum New York besichtigen, dort hospitieren und ganz unterschiedliche Angebote kennenlernen. Dieses betraf sowohl zwei ganz unterschiedliche Alterszentren, als auch eine große Rehaklinik, die entsprechende Angebote vorhielt. Was hat Ihnen der Aufenthalt in beruflicher Hinsicht gebracht? Das, was ich dort beobachten und aktiv erleben konnte, hatte Auswirkungen in mehreren Bereichen. Einige Methoden konnte ich tatsächlich nahezu eins zu eins übernehmen. Beispielsweise die Idee mittels mobiler Wagen Pflanzen und Objekte auf die Wohnbereiche zu bringen und so einen Naturzugang im Inneren des Wohnbereichs herzustellen. Durch meine Lehrtätigkeiten ist diese Methode im Übrigen mittlerweile über meine eigene Berufspraxis hinaus etwas ganz Übliches in der Gartentherapie geworden. Hier gibt es noch viele weitere kleinere Details. Gebracht hat mir die …

Drei Fragen an Dr. Ursula Becker

Dr. med. Ursula Becker, 58 Jahre, freiberuflich tätig als Systemische Einzel- und Paartherapeutin, Dozentin Palliative Care bei Demenz, Marte Meo-Supervisorin und Organisationsberaterin In welchem Land waren Sie und was haben Sie sich dort angesehen? Ich war – mit dem durch die Robert Bosch Stiftung geförderten internationalen Hospitationsprogramm Pflege und Gesundheit – in Norwegen und habe mir in einem Pflegeheim in Bergen angesehen, wie Palliativversorgung im Pflegeheim funktionieren kann. Gleichzeitig hatte ich Gelegenheit, an einem Kurs „Palliative Care für alte Menschen“ unter Leitung des damaligen Chefarztes Prof. Stein Husebö teilzunehmen. Auf diese Weise konnte ich sowohl inhaltlich als auch organisatorisch erfahren, was Palliativversorgung im Pflegeheim kennzeichnet. Zusätzlich hatte ich im Rahmen meiner Hospitation die Gelegenheit, ein bis dahin in Deutschland zumindest im Bereich der Altenpflege weitgehend unbekanntes Konzept zum Umgang mit Menschen mit Demenz kennenzulernen, Marte Meo. Dies hat mich sehr inspiriert und meinen weiteren beruflichen Werdegang beeinflusst. Was hat Ihnen der Aufenthalt in beruflicher Hinsicht gebracht? Der Aufenthalt fand zu einem Zeitpunkt statt, zu dem ich meine berufliche Tätigkeit neu überdacht habe. Er hat mich darin bestärkt, …

Drei Fragen an Dr. Claudia Zemlin

Dr. Claudia Zemlin, 58 Jahre, Leiterin des Fachbereichs demenzielle Erkrankungen, Vitanas GmbH & Co. KGaA, Berlin In welchem Land waren Sie und was haben Sie sich dort angesehen? Mein Zielort war Bradford, eine Großstadt in Großbritannien. Bradford liegt in der Grafschaft West Yorkshire. Dort interessierte mich ein Angebot der University of Bradford. In Bradford gab es die Möglichkeit, sein Wissen über Demenz in einem Studiengang (Dementia Studies) zu vertiefen. Besonders interessierte mich die Zugangsmöglichkeit zu Menschen mit Demenz über das Evaluationsverfahren Dementia Care Mapping (DCM). Bei meinem ersten Besuch in Bradford besuchte ich nochmals einen DCM-Grundkurs, um zu sehen, wie sich dieser Kurs vielleicht von denen, die in Deutschland angeboten werden, unterscheidet. Außerdem besuchte ich verschiedene Dozenten an der Universität, um eine inhaltliche Ausrichtung für ein postgraduales Studium zu finden. Letztendlich habe ich mich für die Aufnahme eines Fernstudiums entschieden, das im Programm „Internationales Studien- und Fortbildungsprogramm Demenz“ von der Robert Bosch Stiftung gefördert wurde. Die Kontakte während des Studiums liefen über E-Mails und Telefonate. Erst bei der Übergabe des Diploms im Jahr 2011 fuhr ich nochmals nach Bradford. Dort hatte …

Drei Fragen an Martina Schlüter-Cruse

Martina Schlüter-Cruse, 41 Jahre, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im Projekt “Familienorientierte geburtshilfliche Versorgung”, Hochschule Osnabrück in Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke In welchem Land waren Sie und was haben Sie sich dort angesehen? Im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Internationalen Hospitationsprogramms Pflege und Gesundheit reiste ich vom 10. Januar 2013 bis zum 10. März 2013 an die Mc Auley School of Nursing and Midwifery am University College Cork, Irland, um Einblicke in den strukturellen und curricularen Aufbau hebammenspezifischer Studiengänge zu gewinnen. Das komplexer gewordene Anforderungsprofil an Hebammen stellt die Verantwortlichen von Hebammenausbildung und Hebammenstudium in Deutschland derzeit vor neue Herausforderungen. Ich erhielt Einblicke in berufsgruppenübergreifende Lernarrangements, begleitete Lehrveranstaltungen im Simulationskreißsaal und konnte durch Hospitationen in der kooperierenden Praxiseinrichtung, dem University Maternity Hospital Cork, die Vernetzung zwischen dem Lernort Universität und der Praxis erleben. Außerdem besuchte ich Hebammen in unterschiedlichen geburtshilflichen Versorgungseinrichtungen. Was hat Ihnen der Aufenthalt in beruflicher Hinsicht gebracht? Mein berufliches Netzwerk hat sich um wertvolle, internationale Kontakte erweitert, die bis heute bestehen. Durch den „Blick über den Tellerrand“ habe ich bedeutende …