Autor: g-plus Redaktion

Neues Themenheft: „Versorgung chronisch Kranker: Ansätze und Perspektiven aus dem Ausland”

Die Transferplus-Ausgabe Nr. 11 ist ab sofort kostenlos erhältlich! Das Themenheft greift die ambulante und stationäre Versorgung chronisch kranker Menschen unterschiedlichen Alters im In- und Ausland auf und gibt wichtige Impulse für eine verbesserte Versorgungspraxis in Deutschland. Behandelt werden Themen wie die „Primärversorgung im multiprofessionellen Team“, „Chronisch kranke Patienten nach Intensivtherapie“ und die „Versorgung chronisch kranker Menschen am Beispiel jung erkrankter Parkinsonbetroffener“. Das vorliegende Heft ist die inzwischen elfte transferplus-Ausgabe, die das Institut g-plus der Universität Witten/Herdecke herausgibt, und die zweite, die im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programms Care for Chronic Condition erscheint. Im Programm Care for Chronic Condition wurden Aufenthalte im Ausland gefördert, durch die neue Erkenntnisse zur Versorgung chronisch und mehrfach erkrankter Menschen gewonnen werden konnten. „Die Autorinnen und Autoren des Heftes sind vornehmlich Teilnehmende des Programms, die Ergebnisse aus ihren Auslandsaufenthalten vorstellen und daraus resultierende Umsetzungsbeispiele in Deutschland skizzieren“, sagt Dr. Elke Donath, Herausgeberin des Heftes und Leiterin des Instituts g-plus. Das Themenheft ist ab sofort kostenlos erhältlich – als Druckversion gegen einen frankierten Rückumschlag oder als pdf-download …

Kurzbericht: Familienorientierte Frühförderung – das Konzept „Atención temprana cantrada en la familia“ in Spanien

Autorin: Marion Wachter   Im Rahmen des Programms „Care for Chronic Condition“ hatte ich die Möglichkeit, vom  6.2.-11.2.2017 das Konzept „Atención temprana centrada en la familia“ (Familienorientierte Frühförderung) in Spanien kennenzulernen. Dazu konnte ich drei Tage in Valencia in einer Frühfördereinrichtung hospitieren und danach drei Tage in Madrid an einer Fortbildung beim Begründer des Konzepts, Robin McWilliam, teilnehmen. Ich arbeite als Physiotherapeutin im interdisziplinären Team der Frühberatungsstelle in Darmstadt. Wir sind zuständig für Familien, die ein Kind mit Behinderung oder Entwicklungsverzögerung haben und bieten neben unterschiedlichen  therapeutischen Angeboten immer auch Beratung für die Eltern und andere Bezugspersonen an. Im Team beschäftigen wir uns schon länger mit dem klientenzentrierten Ansatz und der Konzepterweiterung bezüglich Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz. Ziel Über ein anderes europäisches Projekt habe ich von dem Konzept der Einrichtung „Centro de Educación Infantil y Atención Temprana UVC“ in Valencia erfahren und konnte dank der Unterstützung der Robert Bosch Stiftung und der Leiterin meiner Heimateinrichtung die Arbeitsweise der spanischen Kolleginnen praktisch und theoretisch kennenlernen mit dem Ziel zu prüfen, inwieweit sich bewährte Inhalte in unseren …

Drei Fragen an Nils Boettcher

Nils Boettcher, 41 Jahre, Coach, Supervisor und Trainer im Bereich Unternehmensgesundheit, Boettcher & Martin In welchem Land waren Sie und was haben Sie dort angesehen? Ich war mit Unterstützung des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programms „Internationales Hospitationsprogramm Pflege und Gesundheit“  in Australien. In Sydney und Melbourne habe ich mir ambulante Physiotherapiepraxen angeschaut und viele interessante Gespräche mit Berufskollegen aus der Physiotherapie geführt. Mein Fokus war dabei der Umgang mit Menschen mit chronischen Beschwerden besonders im muskuloskelettalen Bereich. Ich wollte Coachingansätze, Methoden und Techniken kennenlernen, die einen Einfluss auf das Gesundheitsverhalten haben und das meist so schwierige Umsetzen von Änderungen in den Alltag nachhaltig verbessern. Also kurz in Fachdeutsch: die Steigerung der Motivation und der Adhärenz. Was hat Ihnen der Aufenthalt in beruflicher Hinsicht gebracht? Ich konnte meinen bisherigen Therapieansatz bei meinen Patienten erweitern. Die Erfahrungen aus meinem Aufenthalt flossen in meine akademische Lehraufträge und meine Seminare zur Verhaltensänderung und Steigerung der Adhärenz ein. Einige Jahre später bildeten diese Erkenntnisse auch die Basis für meine Angebote zur Unternehmensgesundheit, denn Betriebliches Gesundheitsmanagement funktioniert ohne Verhaltensänderung nicht. Was …

Jetzt bewerben: Studienreise „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ nach Norwegen

Ab sofort können sich professionelle Akteure im Gesundheitswesen für die Teilnahme an der nächsten Studienreise bewerben: Die von Fachexperten geführte Reise führt vom 29.05. – 02.06.2017 zu ausgewählten Einrichtungen in Norwegen. Bewerbungschluss ist der 03.04.2017. Die Reise findet im Rahmen des Programms „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ statt, das die Robert Bosch Stiftung seit 2015 fördert. In dem Programm werden von Experten geleitete Studienreisen zu erfolgreichen modellhaften Einrichtungen im Ausland angeboten. „Der Erfolg der letztjährigen Studienreise nach Großbritannien hat uns sehr in unserem Engagement bestätigt“, erklärt Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Themenbereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung. „Die Studienreisen sind eine wirkungsvolle Ergänzung zu unserem Förderprogramm ‚Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus‘, mit dem wir seit 2012 12 Krankenhäuser bei der Umsetzung demenzsensibler Konzepte unterstützen. Sie ermöglichen den Blick in andere Gesundheitssysteme und andere Lösungsansätze und bieten damit inspirierende Beispiele guter Praxis zu demenzsensiblen Konzepten.“ Die Studienreise richtet sich an alle Personen im Gesundheitswesen, die an der Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung im Akutkrankenhaus beteiligt sind und die die Versorgung im Akutkrankenhaus …

Kurzbericht: Pflegerisch-technische Assistenzsysteme im akutklinischen Setting zur Förderung der Aktivitäten des täglichen Lebens von Schlaganfallpatienten. Erfahrungen aus der Schweiz.

Autor: Alexander Hochmuth   Bei chronisch verlaufenden neurologischen Erkrankungen entstehen für den Patienten langfristige Einschränkungen der Aktivitäten des täglichen Lebens. Darüber hinaus geht die Versorgung dieser Patientengruppe einher mit starken körperlichen und psychischen Belastungen der zu pflegenden Personen. Über den Einsatz von technischen Assistenzsystemen im Kontext der akutklinischen/pflegerischen Versorgung dieser Patientengruppe gibt es wenige Erkenntnisse. Dies gilt auch für die Auswirkungen und den Nutzen von Technik im Kontext der professionellen Pflegearbeit sowie die Erfassung der Nutzerperspektive. Technische Assistenzsysteme Assistenzsysteme umfassen den Einsatz von Monitoring- und Servicerobotern, Rehabilitationsrobotern, Mobilisationshilfen, Sensorsystemen, Selftracking Apps und IT-Systemen zur Erleichterung komplexer Situationen. Im Übergang von der akuten Phase eines Schlaganfalls (oder anderer neurologischen Erkrankungen) bis zur Rehabilitationsphase zielen Maßnahmen des multiprofessionelle Teams – Pflege, Medizin, Physio- und Ergotherapie – darauf ab, die Selbstständigkeit von Schlaganfallpatienten zu erhalten bzw. zu fördern. Hospitation in der Schweiz Im November 2016 hatte ich insgesamt eine Woche die Gelegenheit, an unterschiedlichen Einrichtungen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zu hospitieren, gefördert von der Robert Bosch Stiftung im Programm „Care for Chronic Condition“. Am Department …

SAVE THE DATE: Studienreise „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ nach Norwegen startet im Mai 2017

Die zweite internationale Studienreise zur akutstationären Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus findet vom  29.05. bis 02.06.2017 statt – und führt nach Norwegen. Die Ausschreibung erfolgt in Kürze – reservieren Sie sich den Reisezeitraum schon jetzt! Bewerben können sich alle Personen im Gesundheitswesen, die die Versorgung von Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus verbessern wollen. Dazu gehören beispielsweise Pflegende, Ärzte, Angehörige therapeutischer Berufe, Sozialarbeiter oder Entscheider auf politischer Ebene. Die Robert Bosch Stiftung bezuschusst die Teilnahme mit 70 % der anfallenden Kosten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Krankenhäusern, die bereits an dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ teilnehmen, ist die Teilnahme kostenfrei. Weitere Informationen zum Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ finden Sie hier. Informationen zur Ausschreibung der Studienreise nach Norwegen erhalten Sie hier.  

SAVE THE DATE: Symposium „OP Team meets PORT“ – Interprofessionelle Kooperation in der ambulanten Versorgung am 10. März 2017 in Berlin

Sind Sie ein Pionier, der für Deutschland innovative, umfassende und exzellente Gesundheitsversorgung in einer Region umsetzen will? Interessieren Sie sich für die Verbesserung interprofessioneller Kooperationen im ambulanten Bereich? Welche Fachkräfte und Kompetenzen sind dazu notwendig? Möchten Sie mehr über herausragende internationale Beispiele für regionale Gesundheitsversorgung in der Primär- und Langzeitversorgung erfahren? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des Symposiums „OP Team meets PORT“ – Interprofessionelle Kooperation in der ambulanten Versorgung am 10. März 2017 in Berlin – einer mit nationalen und internationalen Experten besetzten Veranstaltung der Robert Bosch Stiftung im Rahmen ihrer beiden Förderprogramme „Operation Team – Interprofessionelle Fortbildungen“ und „PORT – Patientenorientierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung“. Für das Programm ist auch die Vorstellung einer Hospitation in Australien vorgesehen, die im Programm Care for Chronic Condition durchgeführt wurde und bei dem sich ein interprofessionelles 5-köpfiges Team dem Thema „Versorgung von Patienten mit ALS von der Aufnahme bis zur Versorgung im häuslichen Bereich“ angenommen hat. Informationen zum Programm und zur Anmeldung erhalten Sie bei der Robert Bosch Stiftung.

Kurzbericht: Advanced Practice Nursing bei schwer betroffenen Schädel-Hirn-Traumata- und Schlaganfallpatienten – Hospitation in der Schweiz

  Autor: Jan Röttgers   Menschen mit Schädel-Hirn-Traumata oder Schlaganfall sind häufig in ihren Aktivitäten des täglichen Lebens stark eingeschränkt. Prognostisch hat ein Großteil dieser Patienten einen langen und mühsamen Rehabilitationsprozess vor sich. Enge Angehörige sind dadurch häufig ähnlich schwer belastet wie der Patient selbst. In der deutschen Praxis bestehen Versorgungslücken in den Bereichen Kommunikation sowie Patienten- und Angehörigenbetreuung. Beide Gruppen sind im Hauptteil mit der Situation und der Erkrankung sich selbst überlassen und häufig überfordert. Mithilfe von Pflegeexperten und Advanced Practice Nurses begegnet die Pflege in der Schweiz diesen Versorgungslücken mit gezielten kommunikativen und organisatorischen Konzepten. Ziel der Hospitation Ziel meiner 14-tägigen Hospitation in der Schweiz war es, auf den Intensivstationen der Universitätsspitäler in Zürich und Basel pflegerische Konzepte in der Schädel-Hirn- Trauma- und Schlaganfallversorgung kennenzulernen. Aus der Perspektive der Pflegeexperten und Advanced Practice Nurses sollten die Herangehensweisen an diese komplexen Patientenfallsituationen mit Hirnverletzungen näher betrachtet werden. Im Fokus der Visitation standen Pflegeberatung, Angehörigenbetreuung und strukturelle Gegebenheiten. Erste Ergebnisse Die Pflegeexperten und APNs auf den verschiedenen Intensivstationen nutzten in der täglichen Versorgung der neurologischen Patienten …

Drei Fragen an Stefan Dörle

Stefan Dörle, 43 Jahre, Inklusionsbeauftragter für die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben,  Bezirk Schwaben In welchem Land waren Sie und was haben Sie dort angesehen? Meine „Tour de Suisse“ führte mich 2014 mit Hilfe des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programms „Internationales Hospitationsprogramm Pflege und Gesundheit“ durch verschiedene Phasen der neurologischen Rehabilitation für Menschen mit erworbener Hirnschädigung im Zielland Schweiz. Um einen Vergleich mit der in Deutschland etablierten Phaseneinteilung herstellen zu können, haben sich konkrete Etappen angeboten: von der Klinik Valens über ambulante Versorgungsmodelle und Case Management (Fragile Suisse, Zürich) bis hin zu differenzierten Betreuungsformen in Einrichtungen wie dem Wohnzentrum Frankental und dem Wohnhuus Meilihof in Ebertswil. Mein besonderes Interesse galt der Frage nach Schnittstellenproblematiken und der konkreten Ausgestaltung der Rehabilitationsphasen E und F. Was hat Ihnen der Aufenthalt in beruflicher Hinsicht gebracht? Von größter Bedeutung im Nachgang der Hospitation war die Chance, beim damaligen Arbeitgeber eine Projektgruppe zu installieren. Vier dezentrale Einrichtungen nutzen dort Synergieeffekte wie Spezialisierung der Standorte, Personalentwicklung und Kooperationen im Leistungsspektrum der Versorgung von Menschen mit erworbener Hirnschädigung (MEH). Über die interne …

Drei Fragen an Andreas Niepel

Andreas Niepel, 53 Jahre, Teamleiter Garten/Gartentherapie, Helios Kliniken Hattingen In welchen Land waren Sie und was haben Sie sich dort angesehen? Ich war seinerzeit, mit Unterstützung des durch die Robert Bosch Stiftung geförderten Programms „Internationales Studien- und Fortbildungsprogramm Demenz„, in den USA. Da mein Interesse der Gartentherapie und den naturgestützten Interventionen im Bereich der an Alzheimer erkrankten Menschen galt, konnte ich mehrere Einrichtungen im Großraum New York besichtigen, dort hospitieren und ganz unterschiedliche Angebote kennenlernen. Dieses betraf sowohl zwei ganz unterschiedliche Alterszentren, als auch eine große Rehaklinik, die entsprechende Angebote vorhielt. Was hat Ihnen der Aufenthalt in beruflicher Hinsicht gebracht? Das, was ich dort beobachten und aktiv erleben konnte, hatte Auswirkungen in mehreren Bereichen. Einige Methoden konnte ich tatsächlich nahezu eins zu eins übernehmen. Beispielsweise die Idee mittels mobiler Wagen Pflanzen und Objekte auf die Wohnbereiche zu bringen und so einen Naturzugang im Inneren des Wohnbereichs herzustellen. Durch meine Lehrtätigkeiten ist diese Methode im Übrigen mittlerweile über meine eigene Berufspraxis hinaus etwas ganz Übliches in der Gartentherapie geworden. Hier gibt es noch viele weitere kleinere Details. Gebracht hat mir die …